Ein elementarer Bestandteil unsere Hilfe ist die Übernahme von Elefantenpatenschaften. Viele der Elefanten sind gehandicapt. Nicht verheilte Brüche, Verletzungen durch Landminen, blind durch grelle Beleuchtung und Folterungen und vieles mehr erlitten sie während ihres langen Arbeitsleben in der Holzindustrie (inzwischen illegal), als Showelefant in der Tourismusbranche, als Bettel- oder Tempelelefant und in der Zwangszucht. Zahlreiche Elefanten konnten von der Elefantenflüsterin Lek Chailert und der von ihr gegründeten Save Elephant Foundation – kurz SEF –  gerettet werden.  Im Herzstück der Organisation *Elephant Nature Park* werden die oft sehr schwer traumatisierten Dickhäuter medizinisch betreut und mit viel *LOVE AND BANANAS* umsorgt. Sie kommen hier zur Ruhe und ihre traumatisierte Seelen können im liebevollen Familienverbund langsam heilen. 
Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Schicksale aus dem ENP und weitere Unterstützungsmöglichkeiten vor.

Unsere Patenschaftselefanten und Patenschaftsprojekte

Einzelschicksale und kleine Familien aus dem Elephant Nature Park

Wan Mai

Ich * MAE MAI*  (1990 geb.)musste jahrelang in der illegalen Holzwirtschaft schuften. Danach wurde ich ein Elefanten-Reitcamp verkauft und musste Touristen schleppen. Und ich wurde schwanger. Am 02.05.2020 setzten die Wehen viel zu früh ein, aber ich brachte mein Töchterchen gesund zur Welt. Dieser Winzling WAN MAI war von Geburt an eine ganz starke Kämpferin. Da unser Besitzer wegen der Corona-Krise dringendst Geld benötigte, wollte er uns an ein anderes Reitcamp verkaufen. 
Aber dann geschah ein  Wunder: LEK CHAILERT und ihre Save Elephant Foundation (SEF) konnten uns retten. Mein Mädchen Wan MAI wird niemals den brutalen Phajaan erleben und kann in Freiheit mit mir auf dem Elephant Nature Park (ENP) leben. Manchmal können wir beide unser Glück kaum fassen. Und stellt euch vor: SRI NUAN hat sich sofort in meine Kleine verliebt und wurde ihre  Nanny.  Zusammen wird gespielt, geplanscht, gebadet, im Schlamm gewälzt und spazieren gegangen. Aber wir brauchen auch viel Futter – wollt ihr uns unterstützen?

Medo - gelähmter Fuß

Während meines Jobs in der illegalen Holzwirtschaft brach ich mir mein hinteres Gelenk – nur zur Heilung blieb keine Zeit. In der Zuchtstation wurde ich an allen 4 Beinen angekettet und von einem Bullen brutal vergewaltigt und verletzte mich schwer. Mein Kniegelenk war gebrochen, meine Hüfte ausgerenkt und vieles mehr. Aber 2006 erschien mein Engel LEK CHAILERT und ihr Team, und retteten mich. Sie brachten mich in den ENP, wo ich liebe Freundinnen fand. Und das Baden im Fluss liebe ich, denn da habe ich kaum Schmerzen. (Ich bin 1976 geboren.)

Jokia - Das Auge vom Himmel

Ich wurde schon 1960 geboren und arbeitete in der illegalen Logging-Industrie. Selbst als ich hoch-schwanger war, gab es für mich keine Ruhezeit. So geschah das Unglück. Während ich Baumstämme den Hang hinauf zog, gebar ich mein Baby. Es rollte den Hang hinunter und ich durfte nicht nach ihm schauen. Mein Baby konnte sich nicht von alleine aus der Fruchtblase befreien und starb. Als ich das realisierte, weigerte ich mich weiterzuarbeiten. Zur Strafe wurde ich von zwei verschiedenen Mahouts absichtlich geblendet und endlich 1999 gerettet. Im ENP half mir meine beste Freundin MAE PERM, die leider 2016 gestorben ist.

Thai Koon - wie die Thai Koon Steel Company

Wie so viele andere Elefanten musste auch ich in der illegalen Logging-Industrie an der Grenze zu Myanmar arbeiten . Ich war noch sehr jung, als ich auf eine Landmine trat. Aber ich musste weiterarbeiten. Um die wahnsinnigen Schmerzen zu lindern, verlagerte ich mein Gewicht auf das linke Bein. Nur – ich war ja noch am Wachsen und deshalb verformte sich mein Fuß. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, fällt mir das Gehen sehr schwer. —– Aber 2014 geschah das Wunder und Lek rettete mich und ich kam in den ENP. Hier werde ich super versorgt und habe auch schon 2 Freundinnen gefunden: MAE KHAM PUAN und TILLY. 

Kabu - Kham Boon - Goldener Wert

Meine Mama arbeitete auch in der Logging-Industrie. und ich musste sie von Anfang an begleiten. Als ich 2 Jahre alt war (1992), geschah das Unglück. Ein Baumstamm geriet außer Kontrolle und ich konnte nicht ausweichen. Er verletzte mich schwer am linken Vorderfuß. Obwohl das Gelenk gebrochen war, erhielt ich keine medizinische Versorgung. Um die Schmerzen zu lindern, verlagerte ich mein Gewicht auf das rechte Bein, das sich schrecklich verformte. Ich musste trotzdem weiterarbeiten und später wurde ich 2x vergewaltigt. Mein Sohn überlebte den Phajaan nicht und meine Tochter muss für die Touristen arbeiten. Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie es mir ging. Obwohl mich 2015 Lek rettete und in den ENP kam, war mein Leben voller Traurigkeit.  Das änderte sich, als ich Chana, meine liebe Freundin,  kennenlernte. 

Thong AE

Als ich 1 Jahr alt war, wurde ich von meiner Mami getrennt und musste als Bettel-Elefant auf der Strasse arbeiten. Als auch noch eine meiner Nannies starb, musste ich nur noch heulen. Ich war so traurig und depressiv, dass mich mein Besitzer zum ENP (2017) brachte. Und ihr könnt´ es euch kaum vorstellen, wie schön es dort ist. Ich habe so viele liebe Nannies and Grandnannies. JOKIA ist auch so ein Liebe, die mag ich total gern und PAI LIN auch. Die teilt mit mir die leckeren Reiskugeln. Yummy!